Peru
Kinderreichtum gilt in Peru auch heute noch als absoluter Beweis der Männlichkeit und außerdem als sichere Altersvorsorge. Kinder müssen schon sehr früh arbeiten und so ihren Beitrag zum Lebensunterhalt leisten. Die Chance, eine Schule zu besuchen, haben die wenigsten. Zur Urbevölkerung Perus, den Indios, kamen vor etwa 500 Jahren die Spanier dazu, später waren es dann Afrikaner, Asiaten und Europäer, die den heutigen Peruaner ausmachen. In Peru leben derzeit etwa 12 % Weiße, ca. ein Drittel der Bevölkerung sind Mestizen und der Rest besteht aus Indios.
Ungefähr die Hälfte der Bevölkerung spricht neben Spanisch auch noch die alte Sprache der Inkas oder die der Moche „quechua“ und „aymara“. In Peru gibt es ca. 70 verschiedene Dialekte, von denen aber nur noch wenige gesprochen werden. Die Menschen sind Fremden gegenüber aufgeschlossen und sehr gastfreundlich. Umarmt Sie ein/eine Peruaner/in so können Sie sicher gehen, dass er/sie Sie sehr schätzt und mag. In den Straßen Perus werden Sie immer wieder Losverkäufern, Schuhputzern und Bettlern begegnen, oder Kinder klettern flink wie ein Wiesel auf Ihre Motorhaube, um eifrig die Windschutzscheibe zu reinigen. Dafür erwarten sie dann zur Belohnung eine Münze. [...]
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Sigrid Steiner
Peru: Leben und arbeiten in Peru
100 Seiten, Arbeitsmappe A4
